Charly Charly X-Ray Oodnadatta to Cooper Pedy
Posted by Tom Buechi on 27/01/2012 at 02:55
Filed Under: Down Under 2012
Heute fliegen wir wieder Minenarbeiter von Broken Hill aus, diesmal nach Oodnadatta. Obwohl ich es mit einem Fahrzeug noch nie dorthin geschafft habe, habe ich jetzt mindestens mal einen Kaffee im Pink Roadhouse getrunken, werde ja bald auch mit dem Motorrad dort eintreffen. Sie haben einen schönen Swimming Pool, auf den freue ich mich jetzt schon.
Gleich nach dem Start in Odnadatta, noch im Steigflug, übergibt mir Trevor plötzlich den Knüppel - "Es ist wie Motorradfahren, einfach weit vorne schauen, Position halten und auf Höhe achten", meint er. Puuhh!! Schweissausbrüche, wir haben anständige Winde von schräg vorne mit starken Böen - gar nicht so einfach Charlie auf Kurs zu halten. Wir cruisen so auf 6000ft. Trev kümmert sich ohne aufzuschauen um Papierkram, erledigt ein paar Telefonate und ich fliege!!! Wow, echt cool! Nach 45 Minuten das Kommando "langsam Sinkflug einleiten, bis runter auf 900ft", roger that! ;) ...und lapidar, ah und guck auf dieses Instrument (Geschwindigkeit), wenn du hier über die gelbe Linie kommst fallen die Flügel ab! *schluck*
In Cooper Pedy angekommen bin ich hellwach, tatsächlich - wie beim Endurofahren!
Wir feiern den Rest des Australia Day in Cooper Pedy zusammen mit ein paar Backpackern die uns am Tag zuvor in W.C. besucht haben.
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Melrose - Marree - William Creek
Posted by Tom Buechi on 25/01/2012 at 11:17
Filed Under: Down Under 2012
35 - 44° C, 63718km
Schliesslich fahre ich weiter, wieder Richtung Outback. Ich will ja noch Bruce, Mim und Trevor besuchen in William Creek (wie jedes Jahr, hehe). In Melrose, einem verschlafenen aber schönen Kaff übernachte ich. Im Caravan Park gibt es tausende Kakadus die in riesigen Schwärmen über die Bäume fegen und einen Heidenkrach verursachen! Gerade als ich die BMW starte um sie zur Schlafposition
zu bringen, ertönen 2-3 laute Knalls! Erschrocken denke ich, verdammt, jetzt hat's den Motor erwischt. Das sind Geräusche die man sich ev. von einer Harley
gewohnt ist, nicht aber von BMW. Wie ich nach vorne gucke sehe ich die Lady vom Caravan Park mit einer Knarre in der Hand wie wild und unter Fluchen auf die Vögel schiessend! *lach*, was wir schön finden - diese vielen exotischen Vögel in freier Natur - finden die "locals" offenbar nicht so toll. Nützen tut die Schiesserei natürlich nichts, beruhigend ist aber dass die Quelle des Schrecks nicht bei BMW ist.
In Leigh Creek tanke ich nochmals 98er (die gute Ware), fülle die Reservekanister und die Wassertanks. Ab jetzt ist wieder Piste angesagt. In Marree mache ich Halt. Es ist eine unglaubliche Bruthitze, 44° am Schatten aber ich fahre ja in der prallen Sonne. Man schwitzt nur einmal. In Marree gibt's sogar einen Pool hinter dem Pub - was für eine Wohltat. Die neuen Publicans sind sehr nett und das Essen ist gut. Für Morgen habe ich mich bei Bruce angemeldet in W.C. Der Oodnadatta Track folgt ziemlich nah der alten Ghan Zugstrecke die schon lange ausser Betrieb ist. Man findet aber immer wieder Ueberbleibsel, zum Beispiel die Wassertanks alle ca. 30-40 km die jeweils benutzt wurden um die Dampfloks aufzufüllen, Ruinen der Dörfer und/oder Bahnhöfe. Die Strecke bin ich ja im 2010 bereits
mit Heinz gefahren, deshalb freue ich mich schon auf die Abkühlung in Coward Springs. Ein superschöner, einsamer Zeltplatz mit natürlicher Quelle und Spa! Um den Mittag mache ich dort für 2 Stunden Halt und liege im Spa. Allein in der Wüste! Im späteren Nachmittag treffe ich in W.C. ein wo ich freudig begrüsst werde durch Bruce, Caroline und Piglet (der Hund).
Trevor erscheint erst am nächsten Morgen, er war noch in Victoria. Auch er freut sich mich zu sehen und meint in einer Stunde würden wir noch rasch einen "mining run" machen. Heisst nichts anderes als fliegen! Wir müssen 2 Aboriginals von der Mine in Prominent Hill ausfliegen nach Amata (Ihrem Wohnort), ca. 100km vom Uluru entfernt, den wir aus der Luft gut erkennen können. In Cooper Pedy landen wir noch rasch zum Tanken. Einfach cool wieder hier in den Lüften zu sein!
Unglaublich wie grün die Landschaft dort ist, so grün habe selbst ich es noch nie gesehen! Am Abend sitzen wir gemütlich bei Bruce und Caroline im TV Room zum Essen. Es gibt immer was zu tun hier, Pflanzen wässern, Pool reinigen,
Leitungen reparieren, Diesel tanken dazwischen natürlich ausspannen. Am Mittag fahren wir rasch zur 16km entfernten Anna Creek Station zum Essen, das kenne ich ja auch schon aus 2010 - super feine Steaks! Anna Creek ist die grösste Cattle Station der Welt mit 24000km2.
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Kangaroo Island
Posted by Tom Buechi on 25/01/2012 at 10:30
Filed Under: Down Under 2012
18 - 26°
Sally und die Kids fliegen für 3 Tage nach Hobart, in dieser Zeit hüte ich das Haus, füttere Hund und Katze, mache aber auch einen zweitägigen Ausflug nach Kangaroo Island (K.I.). Zuerst sieht das Wetter nicht speziell gut aus, kaum bin ich aber auf der Insel wird
es wunderschön. Viele tolle Landschaften, Leuchttürme und Geschichten Ihrer damaligen Betreiber, aber vorallem auch Wildlife! Man kann zum Beispiel zahlreiche Neuseeländische Pelzrobben von nah beobachten. Ebenfalls ist eine der noch wenigen verbliebenen Populationen der australischen Seelöwen hier heimisch. Diese können ebenfalls von bis zu ca. 10m in Ihrer natürlichen Umgebung am Strand beobachtet werden - fantastisch! Zum teil sehr herzig
die Viecher! Weitere Spezialitäten sind Pinguine, ligurische Bienen uvm. Im Flinders Chase National Park übernachte ich auf dem Camp Ground. Leider sind hier die
Tiere nicht mehr so zahlreich wie noch vor ein paar Jahren. In 2007 ist ein grosser Teil im Westen der Insel einem Buschfeuer zum Opfer gefallen. Die Pflanzenwelt ist sich am erholen - es ist wieder grün bis halbhoch aber die Tiere sind erst grad so langsam am zurückkommen. K.I. ist wunderschön und definitiv ein Besuch wert!
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Broken Hill - Peterborough - Adelaide
Posted by Tom Buechi on 16/01/2012 at 05:26
Filed Under: Down Under 2012
24 - 35°, 62867km
Shirley und Garret (die Park Ranger) lassen mich im schönen Büro etwas das Internet benützen. Ebenfalls nimmt sie mich mit zu sich nach Hause - sie wohnt im historischen Polizeigebäude von White Cliffs. Habe darüber gelesen, man könne es nicht mehr besichtigen da es privat ist. Nun, dann muss man halt zuerst die
richtigen Leute kennenlernen. Unglaublich, sie bietet mir sogar an, Ihr Auto zu benützen um etwas die Gegend zu erkunden! Wir gehen noch zu einer Freundin den Garten wässern und zum lokalen Damm. Einige Leute sind schon da und ehren die beiden verstorbenen 18jährigen. Vor 2
Jahren
sind diese bei einem tragischen Unfall umgekommen. Man weiss nicht genau was war, sie haben Party gemacht, Wheelys, Burnouts, etc - wussten wohl nicht wie blöd. Leider sind dabei 2 tödlich verletzt worden. Später findet eine grössere Party bei den Eltern statt. Am Abend sitze ich als einziger Gast vor dem Pub da fährt Lynette vorbei (General Store) und fragt ob ich auch
mit an die Party kommen möge, ich mag. Zuerst fahren wir aber noch zum Underground Motel für ein paar Bierchen. An der Party werde ich sehr gastfreundlich und herzlich empfangen. Es ist zwar ein trauriger Anlass aber ich finde es schön dass die Eltern, Familie und Freunde sich die beiden mit einer Party in Erinnerung behalten.
Am nächsten Tag, wie angekündigt um den Mittag, kommt die ersehnte Post mit dem Ersatzteil - und ja, es ist das Richtige! Ich bin also wieder mobil! Die Jungs von BMW haben sogar nochmal nachgefragt ob's geklappt hat. Super Service! Nach dem Abschied überall fahre ich weiter über Wilcannia nach Broken Hill. Hier wieder mal etwas mehr Auswahl von allem, ich kaufe mir einen Camelbak sowie einen Kanister für Wasser - mein Wassersack hat mich ja im Stich gelassen. Ziemlich spät fahre ich dann doch noch los bis Peterborough, ein verschlafenes Kaff an der Indian Pacific Line. vor 10 Jahren noch über 5000 Einwohner, jetzt noch 1947. Alles
wirkt etwas geschlossen und sehr ruhig. Der Besitzer vom Pub macht schon um 7 abends den Laden dicht. Wie ich nochmals zum Bike raus will um was zu holen steht die Polizei davor. Uups, habe ich etwa falsch parkiert? Nein, nein, alles in Ordnung, ich bewundere nur Dein Bike wenn's OK ist. So sind mir die Polizisten sympathisch! Da Pete und Esther etwas verspätet sind um nach William Creek zu kommen (wollten wir zusammen machen), fahre ich zuerst nach Adelaide und überrasche meine Mutter die grad dort bei meiner australischen Familie zu Gast ist. Ueberraschung total gelungen!
Zuerst besuche ich noch die Jungs bei BMW Adelaide, Paul and Dave, die mir das Ersatzteil geschickt haben. Eine kleine Reparatur stand noch an, die ich gleich auf dem Parkplatz erledigt habe. Handschuhe habe ich nun auch wieder. Und wenn ich je wieder ein Ersatzteil brauche in Australien weiss ich an wen ich mich wenden kann!
Es ist toll wieder meine Familie hier zu sehen! Sally, Tori, Charlie. Herzlichen Dank, dass ich bei Euch immer so willkommen bin! Mit Richard, der jetzt auch in Adelaide wohnt und für Alliance arbeitet, geh ich am Samstag ans Schützenfest (sozusagen das lokale Oktoberfest). Lustige Kombination, Australier die versuchen Deutsche zu sein - teilweise fast überzeugend. Inklusive der "Strong Arm Competition", den vollen Bierkrug so lange wie möglich 90 Grad rausstrecken, wer am längsten kann gewinnt!
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Bourke - Wanaaring - White Cliffs (STUCK!!)
Posted by Tom Buechi on 09/01/2012 at 05:00
Filed Under: Down Under 2012
38 - 44C, 62102km
Eigentlich bin ich mir bewusst, einen Fehler zu machen wenn ich erst kurz vor Mittag in Bourke tatsaechlich losfahre Richtung Wanaaring. Die krasse Wuestenhitze verzeiht einem nichts. Zum Glueck befolge ich das gelernte vom letzten Mal (genug und regelmaessig Trinken, immer wieder Pause, etwas Essen und sich nicht eine zu weite Strecke vornehmen. Soweit so gut, was ich aber definitiv nicht gewusst habe, ist, dass die ganze 195km lange Strecke auf Sand ist. Mein meistgehasster Untergrund. In den ersten 5 km schletzt es mich natuerlich schon mal. Leider 150km weiter nochmals. Es ist enorm anstrengend und hat ueber 5 Stunden gedauert aber ich hab's schlussendlich geschafft. 2-3 Fahrzeuge sind mir entgegengekommen, einer gerade rechtzeitig um zu Helfen, ich habe den Toeff zwar wieder aufgestellt, konnte ihn aber nicht mehr abstellen da keine geeignete Unterlage da war. Alles weicher Tiefsand. Da war eine Hilfe gerade recht, mir einen passenden Stein zu
organisieren, den ich unterstellen konnte. Zudem bin ich irgendwie auf mein linkes Bein gefallen, das ich jetzt am Fussgelenk kaum mehr belasten und bewegen kann. Die ganze Strecke hat ueberhaupt keinen Spass mehr gemacht, auf Sand mit dem Gewicht die Hoelle. Obwohl ich sagen muss, dass ich eigentlich erstaunt bin, auf der ganzen Strecke mit nur 2 Stuerzen durchgekommen zu sein. Das fahren auf dem Sand
gelang mir schon, Spass macht's trotzdem keinen. Es gab einen Zeitpunkt da haette ich bei der Ankunft in Wanaaring fast einen Evakuations-Heli bestellt oder einen Truck. Das ganze Kaff wusste schon vor meiner Ankunft dass ich auf dem Weg bin und war froh dass ich es geschafft habe. Die Polizei hat mich sogar schon gesucht da besorgte Anrufe eingegangen sind. Die Fahrzeuge die mir begegnet sind und mit denen ich gesprochen haben, haben's mir wohl nicht zugetraut
. Da sei so ein verrueckter deutscher Tourist alleine unterwegs mit dem Motorrad... So gut wie an diesem Abend schmeckt das kalte Bier fast nie! Ich bleibe gleich 2 Naechte um mich etwas zu erholen und abzuklaeren wie's weitergeht. Eins ist sicher, die original geplante Strecke ueber Cameron's Corner, Strzlecki Track werde ich nicht auf mich nehmen, das sind alles Sandduenen. Zu zweit ist das ja gut gegangen letztes Mal aber alleine ist es einfach zu riskant. Man braucht jemand, der einem helfen kann in gewissen Situationen.
Von Wanaaring nach White Cliffs ist es wieder so richtig wunderschoen, eher lehmig, hartsandig und auch steinig mit rauhen Stellen. So muss es sein! Schade dass das Underground Motel hier geschlossen ist (hier leben sie teilweise wie in Cooper Pedy unter der Erde). In White Cliffs wurden die ersten Opale gefunden damals in Australien. Im Outback ist irgendwie nie langweilig man kommt ins Gespraech mit allen moeglichen Leuten, im Store, im Pub auf der Strasse. Besucher, durchfahrende, Locals. Die Einheimischen erzaehlen dann manchmal Geschichten aus dem Outback und nicht selten kenne ich ein Teil der Leute aus 2010 wo wir in ganz Zentral Australien rumgeflogen sind und die Leute auf den Cattle Stations, den Pubs, etc. kennengelernt haben. Mir sind schon Gruesse aufgegeben worden falls ich dann wieder die und die sehe
.
Gleich nach dem Morgenessen, geh ich noch mein Bein im local "Hospital" in White Cliffs zeigen. Simon der "Nurse" stellt sich auch als ein Motorradfahrer heraus, viele schoene Fotos von seinen Reisen in ganz Asien. Mein Motorrad wird offenbar schon seit meiner Ankunft gestern von allen bewundert. Es ist eh wieder wie immer, alle wissen alles schon im voraus und kennen einem bereits. Wussten schon vor meiner Ankunft dass ich kommen wuerde. Das Bein haette schlimmer sein koennen, sieht nach einer sehr starken Verstauchung aus, ev. mit Baenderriss aber vermutlich keinen Bruch. Beschwingt humple ich also zurueck zum Bike, packe alles ein und druecke den Anlasser. Es oergelt und oergelt - nichts! Kaum zu glauben, der Esel springt nicht mehr an. Nach ein paar weiteren Versuchen, aber bevor die Batterie leer ist, gehe ich mit der Diagnostik dahinter. Mit dem GS911 und dem Laptop lese ich die Daten der Elektronik aus. Der Fehler heisst: "BMS-K 10168 Electric Fuel Pump faulty (most likely: Fuel Pump electronics/driver)". Die Leute hier sind, wie immer im Outback, super hilfsbereit. Shirley, die Park Rangerin, hat mich gleich mitgenommen damit ich bei Ihr im Buero telefonieren und Internet Recherche machen koenne. Ein paar Telefonate mit BMW Adelaide spaeter habe ich jetzt das hoffentlich korrekte Ersatzteil
bestellt. Gut das die mich da schon kennen von vor 2 Jahren, das hat alles etwas einfacher gemacht. Das alte Teil habe ich auch schon mal ausgebaut um sicherzustellen, dass ich dann mit den vorhandenen Werkzeugen das Ersatzteil auch wieder einbauen kann. Bis dahin alles OK. Am Mittwoch ist der naechste "mail run", bis dann stecke ich also mindestens hier in White Cliff fest. Hier gibt es: 1 General Store mit Tankstelle und Post Office, 1 Pub, 1 Outback Hospital, 1 Park Ranger Buero und leider keine Airline diesmal! Wenn's dann doch was anderes defekt ist muss ich einen Transport des Bike's nach Aidelaide organisieren. Der diesjaehrige Trip hat also schon sehr frueh Aenderungen erfahren, jetzt schon zum zweiten Mal.
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Happy New Year!
Posted by Tom Buechi on 04/01/2012 at 12:09
Filed Under: Down Under 2012
20 - 41.5°C 60677 - 61151km
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Das Neujahrsfest ist sehr gelungen, wir haben das Feuerwerk ganz exklusiv auf Shark Island gesehen. Man lässt sich so eine Sicht hier etwas kosten, AUD 175,- (byo Getränke/Food)! Wünsche allen Lesern ein super 2012, gute Gesundheit und mögen Deine Wünsche in Erfüllung gehen!
Der Sommer hat gut angefangen, ein kühlendes Bad in den anständigen Wellen von Maroubra Beach am 2. Januar - so muss das sein! Das Kino, mit welchem mein Motorrad wieder mitreisen darf, ist ebenfalls gut angekommen, die Jungs haben bereits fleissig mit dem Aufbau angefangen. Am 12. Januar geht die diesjährige Saison los.
Seit dem 31.12.11 tuckere ich also wieder mit meiner GS durch die Stadt und seit heute auch über Land, mit Destination Perth! Kaum ein paar
hundert km ausserhalb Sydney fühlt man sich schon ziemlich sehr auf dem Land: Das Angebot im Roadhouse ist nicht mehr mit einem Supermarkt vergleichbar. Es gibt Porno Magazine (1/3 der Fläche), Insektengifte (hab leider erst am Abend bemerkt, dass ich genau das noch hätte kaufen sollen, zum Glück sind die Nachbarn super hilfsbereit), bisschen Toilettenartikel, Wein, Bier, Brotaufstriche, ... herzig!
Der Jetlag macht sich bei mir immer erst beim ersten Tag Motorradreise bemerkbar, so ca. um 16:00 Uhr brauche ich meinen ersten Iced Coffee (mein Suchtgetränk Nr. 1 in Australien). Im kurvigen Wald glaube ich kaum meinen Augen, komme um die Ecke und da liegt ein ausgewachsener Lastwagen auf der Seite total zerschrammt, verdreht und verbeult, Polizei überall (deshalb kein Foto). Der ist glatt aus der Kurve gekippt - was für eine Sauerei! Da waren scheinbar ziemliche Kräfte am Werk...
Heute bin ich bis Marriwa gekommen, ein verschlafenes Kaff das mich grad gut für's Outback vorbereitet. Eben noch mit dem Cameron Corner telefoniert, zwischen Tibooburra und Cameron's Corner wartet eine schöne, wassergefüllte Lehmpfanne auf mich mit weichsandigen Umfahrungen, *schluck*, soll ich schon auf "schlaflos" machen diese Nacht?
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Final Impressions
Posted by Tom Buechi on 10/03/2011 at 20:13
Filed Under: Down Under 2011
22 - 31°
Ich habe nicht die ganze Zeit bei Martin gewohnt, teilweise im Hostel und am Schluss bei Simon. Simon habe ich in Victoria in der Nähe von Mount Beauty kennengelernt, er hatte eine Motorradpanne und ich konnte ihm mit Kabelbindern und Duct Tape weiterhelfen (wir "bush mechanics" mussten den Auspuff befestigen, der beinahe komplett abgebrochen war). Wir haben Adressen ausgetauscht und nachdem wir schliesslich
in Sydney einen lustigen Abend zusammen verbracht haben, hat er mich eingeladen bei ihm zu wohnen für die restlichen Tage. Er hat eine wunderschöne Wohnung in Pyrmont. Am ersten Abend war Kelly und Ben zu Besuch. Einfach fantastisch was für einen Pork
Roast mit Dessert Kelly und Simon auf die Teller gezaubert haben. Simon ist Quantas Pilot, sein Arbeitsplan ist momentan so dass er erst am späten Nachmittag arbeiten muss bis in die Nacht. Deshalb hatten wir jeweils Zeit für gemütliche Morgenessen und den Strand. Good times - thanks Simon!
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Bowling Party
Posted by Tom Buechi on 10/03/2011 at 20:00
Filed Under: Down Under 2011
Anna (in rot), die Catering Chefin des Openair Cinema hat mich zur Bowling Party eingeladen. Das ist die Abschlussparty des Kinos mit allen Helfern, Angestellten, Techniker, Konstrukteuren - kurz alle die am Kino mitgearbeitet haben. Ja ich gebe es zu ich bin der einzige der da nicht dabei war und nur an die Party mitkommen darf! Deshalb nochmals ein ganz herzliches Dankeschön! Die Team Namen reichen von "as-long-as-we-beat-the-swiss" über "Jockeys" bis zu "kabelbinder". Zur Schande der Aussie's haben die Schweizer gewonnen! Anschliessend geht's noch an die spontane Afterparty bei Jeff in Surry Hills. Nicht alle haben bis zum Schluss durchgehalten...
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...and Sydney
Posted by Tom Buechi on 24/02/2011 at 08:11
Filed Under: Down Under 2011
26 - 38°, 54302km
Der Töff ist also nicht auseinandergefallen und alles verläuft planmässig. Ich melde mich bei Martin (Gerber) um meine Ankunft zu melden. Wir können hier unsere langjährige WG noch um 3 Wochen fortführen. Er und Mathias wohnen seit 3 Tagen in der soeben gefundenen neuen Wohnung an der Ryder Street (wie passend das klingt).![]()
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Am Abend bin ich an die Derniere des St. George Openair Cinema eingeladen. Fantastisch unser Zürcher Kino mit dem etwas besseren Hintergrund! Anschliessend bleiben wir mit dem Staff gemütlich noch etwas sitzen und lassen die Saison ausklingen. Am Wochenende beginnt der Sydney Mardi Gras mit dem Fair Day. Viele Stände, Zelte, Getränke- Food- und Glacébuden. Das Foto zeigt den Stand der "Sydney Nudists"... Auch eine sehr gute Idee für ein schwules Publikum sind Ballspiele wo man treffen sollte! Da kann viel Geld verdient werden (nicht aber bei den Lesben). Wir treffen noch ein
paar andere Schweizer die wir kennen. Am Abend wird der Backofen eingeweiht, wie man sieht ist Martin bestens ausgerüstet mit Tiptopf damit der Hackbraten auch gelingt. Der Geschirrspühler ist nur als eines von zahlreichen möglichen Beispielen fotografiert worden damit man mal sieht wie genau oder intelligent die Aussie's Häuser bauen oder einrichten. Damit der Geschirrspühler korrekt bedient werden kann, öffnet man am Besten die Balkontür...
Am dritten Abbautag wird grad die tonnenschwere Leinwandhydraulik verladen... Ich habe zwar schon ein paar Fotos von Skyline, Harbour Bridge und Opernhaus gemacht aber man kann sich jeweils schwer zurückhalten
. Noch ein letztes Foto der GS an der Ryder Street, heute muss sie leider bereits die Heimreise antreten.
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Huskisson - Mudgee - Moree - Brisbane - Port Macquarie
Posted by Tom Buechi on 18/02/2011 at 13:04
Filed Under: Down Under 2011
20 - 45°, 53799kmEs ist wieder mal Zeit für ein Update :), Sven und ich sind trotz Regen weiter nördlich gefahren, es gibt da an der Strecke ein paar
schöne Orte, die aber bei dem Wetter nicht viel Spass machen. Manchmal gibt es so "alte Kirchen", die fast aussehen wie in Europa - bei näherer Betrachtung handelt es sich aber um eine verkleidete Beton-Konstruktion... Die Wälder sind unglaublich schön, bizarr sehen die sich selbst schälenden Bäume aus. Teilweise ganz nackt, teilweise hängt die halbe Rinde noch herunter. Wir fahren bis Jervis Bay und hoffen einen Caravan ergattern zu können. Meist so alte, schrullig-gemütliche Wohnwagen. So hat man ein Dach über dem Kopf und muss nicht im Regen zelten. Dies ist die günstigste Unterkunft, AUD 23 bis 50 - viele Plätze haben schon total auf "Cabins" umgerüstet die teilweise erst ab AUD 190 zu haben sind
. Leider haben wir nicht daran gedacht, dass Wochenende ist, und Jervis Bay so ziemlich im Einzugsgebiet von Sydney liegt für Wochenendausflüge - alles ausgebucht. So stellen wir halt das Zelt auf und haben sogar Glück, es bleibt trocken bis am Morgen! In Jervis Bay treffen wir auf Carsten, ein Arbeitskollege von Sven der als er von seinen Reiseplänen gehört hat gleich auch gebucht hat und ein Motorrad mietet. Er wird die nächsten Wochen Sven begleiten. Ich habe mich entschieden noch einen Abstecher nach Brisbane zu machen, teilweise auch weil BMW dort oben "gut" sei - im Gegensatz zu Sydney und Melbourne. Es ist ein Service fällig sowie der Rahmen muss endlich mal geschweisst werden.Da komme ich doch tatsächlich in eine Alkoholfreie Zone - nix wie weg hier! Im Moment probiere ich grad alle Weine durch - ist noch gemütlich am Abend im Zelt etwas betrunken zu sein, hehe. Aber nicht zuviel denn man muss ja noch fahren können, zudem wird häufig, spontan kontrolliert. Musste schon 3x blasen. Diese Kakteen sind beeindruckend gross, etwa so wie bei uns ein alter ausgewachsener Obstbaum und es gibt tausende davon.
In Brisbane versuche ich es mal mit Couchsurfing und siehe da, erhalte sofort eine Antwort von James, bei dem ich 3 Nächte bleiben darf. Er ist super sympathisch, da ist auch noch ein franz. Päärchen, David und Amélie. Die schlafen in Ihrem Campervan in der Einfahrt des Hauses und nutzen sozusagen "nur" die Infrastruktur. Wir essen zusammen und probieren jeden Abend feine Weine aus dem nahegelegenen Laden "Wine Experience". Der labelled alle Weine um und verkauft sie halb so teuer wie normal, somit kann man für 20 Dollar einen Wein für bis zu 70 Dollar trinken. Wir trinken wirklich ein paar sehr feine australische Tropfen. Mindestens 3x am Tag regnet es "Bindfäden", ein tropischer Regensturm für eine Stunde, dann kommt wieder die Sonne.
In Brisbane sind nicht mal mehr "Trockendocks" das was sie einmal waren...
Ich kann bestätigen, BMW in Brisbane ist fachlich gut, arbeitet sehr genau, ist sehr zuvorkommend und freundlich. Das Ersatzmotorrad ist hier kostenlos inkl. Benzin (nicht wie in der Schweiz...). Den Rahmen konnten sie aber nicht schweissen, der muss komplett ersetzt werden. Nun denn, dann fahre ich halt so noch nach Sydney, sind ja keine Schotterpisten mehr. Ich schaffe es noch bis Port Macquarie und werde morgen, rechtzeitig zur Filmderniere im St. George Openairkino in Sydney sein.
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Jindabyne - Marlo - Narooma
Posted by Tom Buechi on 11/02/2011 at 13:38
Filed Under: Down Under 2011
24 - 28°, 51653kmSo ein Tag, so wunderschön wie heute... Einfach alles stimmt heute, das Wetter, die Begleitung (Sven aus Heidelberg) und die hammermässig
schöne und sehr abwechslungsreiche Landschaft des Snowy River Valley. Wir sind einige Male vor Staunen fast von den Motorrädern gefallen! Es hat alles dabeigehabt, schöne Offroad Strecken in allen Varianten von weich-erdig bis hart-steinig-sandig in allen Farben sowie schönste Fräserstrecken mit unzähligen Kurven. Ich habe schöne Heidenau/Metzeler Signaturen hinterlassen (vorne Heidenau K60, hinten Metzeler Tourance), auch lustig sind die immer sehr gut ausgerüsteten und häufigen BBQ/Picnic Area's immer mit perfektem WC-Häuschen mitten im Nichts.
Dieser Herr auf dem Zeltplatz ist am Arbeiten! Wir haben ja schon schöne Büro's aber das wäre noch eine Steigerung!
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Melbourne - Mansfield - Omeo - Jindabyne
Posted by Tom Buechi on 09/02/2011 at 14:13
Filed Under: Down Under 2011
11.5 - 46°, 51076 kmDie Spirit of Tasmania I bringt mich zuverlässig wieder nach Melbourne, wo ich über's Wochenende wieder etwas das Stadtleben geniesse. Auf der Fähre habe ich noch Geoff und Warren (hmm bin mir nicht mehr sicher ob er so heisst...) getroffen. 2 Endurofahrer die ebenfalls in Tasmanien unterwegs waren. Wir haben uns super unterhalten, sie werden ev. bald mal nach Europa kommen, dann können wir mal zusammen ausfahren. Geoff hat mir noch die Backroads des Otman National Park (Great Ocean Road) empfohlen, da geh ich doch prompt
noch hin. Das Bild zeigt ein typisches Nachtessen auf dem Camping Ground in Lorne, da ist der Strand so schön, dass ich gleich noch in den Pacific
springe (nachdem ich in 46° grad rumgekurvt bin). Die Strecken im Otway Nat. Park sind wirklich wunderschön, leider teilweise etwas zu steil und/oder riskant für mich mit all dem Gepäck und alleine. In der Nähe des Leuchtturm gibt es viele Koalas einfach so wild in den Wäldern - für mich das erste Mal so nah und so viele. Einer frisst nur 2m entfernt auf einem Ast! Die Bäume sehen schon ziemlich traurig aus, so abgefressen sind die.
Grad noch rechtzeitig vor dem krassen Regen in Melbourne habe ich
es zurück in die Stadt geschafft (Sintflut haben sie es in den Medien genannt). Das ist ja unglaublich wie das runtergeleert hat, innerhalb von 15 Minuten ist die Strasse 30 cm unter Wasser - schade Kameranicht dabei gehabt. 10 Min. später kommt das Wasser durch die Decke oder besser gesagt die Lampen füllen sich.. (in einem Restaurant). Der Strom fällt in weiten Teilen der Stadt aus. Ich wohne bei einem Bekannten den ich vom Letzten Jahr kenne und ich zufällig (!) wieder angetroffen habe! Am Samstag wechsle ich zu David uns seiner Familie. David ist ein Freund von Bruce, dem Publican von William Creek. Er hat ein Haus in Ivanhoe, einem Stadteil nord-östlich vom CBD, der Yarra fliesst unweit vorbei und hat momentan den Golfplatz vor dem Haus überschwemmt. Letztes mal war der Fluss 1974 so hoch (allerdings damals noch ein paar Meter höher). Vielen herzlichen Dank für alles David und Andy!
Was ist denn das? Warnung vor dem Rumpelstilz oder den 7 Zwergen? Da es sich um ein Skigebiet (Mt. Buller) handelt tippe ich aber auf warm angezogene Australier mit einer zeitlosen Mode wohl noch aus der "Convict-Zeit". Hmmm schade sind all diese wunderschönen Strassen geschlossen. Letzten November gab es hier so starke Regenfälle dass die Strassen teilweise auf 300m total weggewaschen sind. Habe Bilder gesehen, da gibt es Löcher wo man ganze Caravans drin versenken könnte und Flussübergänge wo nicht erkennbar früher mal eine Strasse durchgeführt hat. Schade - aber die Strassen und Tracks schauen alle sehr verlockend aus.
Das Skigebiet von Mount Buller ist ziemlich beeindruckend (auf ca. 1800m), da gibt es locker 20 Lifte und Bahnen. Herzig sind auch die alten Schneefahrzeuge die noch bis mitte der 80iger im Einsatz waren!
Holzbewirtschaftung in Australien:
Schock!!!! Heute beim Wegputzen von nächtlicher Vogelscheisse entdecke ich zwei Risse im Rahmen meiner GS! Das macht mir jetzt aber wirklich etwas Sorgen. Mal sehen was BMW dazu meint und ob ich jemand finde, der mir das fachgerecht schweissen kann.
Seit heute reise ich übrigens etwas mit Sven, dem deutschen "Kuchenblech-Fahrer" den ich in Tasmanien bei der Wineglass Bay angetroffen habe. Wir fahren beide Richtung Sydney und nun also zusammen. Der erste Tag hat Spass gemacht, es riecht etwas nach KTM hinter ihm aber das ist OK ![]()
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Da Bitcherman....
Posted by Tom Buechi on 09/02/2011 at 10:57
Filed Under: Down Under 2011
Agate Bauer (I got the power...), D'Wösch isch dusse gsii (If at first you don't succeeed...) oder eben, the Bitcherman!
Ist mir etwas peinlich aber ich erzähls jetzt trotzdem. Da sind doch in den ersten 3 Wochen immer wieder Leute auf mich zugekommen und haben etwas über und um's Motorrad diskutiert. Immer wieder fällt dann auch der läuft good offroad aber sicher auch auf dem Bitcherman!! Hmm, ich hab schon verstanden dass es sich irgendwie um die Teerstrasse handeln muss. Das wär aber "sealed road", tarred road oder ähnlich.
Auch Google konnte mir nicht helfen, Suchen mach Bitcherman, Preacherman, Pitcherman waren ähnlich erfolglos.
Schliesslich habe ich einen anderen Motorradfahrer auf der Fähre von Bruny Island gefragt. Er hat mir lang und breit erklärt dass es sich hier um ein Abfallprodukt aus der Raffinerie bei der Benzin- und Dieselgewinnung handelt. Man hätte es bis vor ein paar Jahren in Australien ins Meer gekippt. Heute würde man es aber für den Strassenbau verwenden. Es sei so eine schwarze, zähe Flüssigkeit, der Bitumen (phon. Bitcherman).
)))))))
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Teufel, verkehrte Flüsse und Grindelwald
Posted by Tom Buechi on 28/01/2011 at 23:54
Filed Under: Down Under 2011
20 - 24.5°, 49083kmDie berühmte Wineglass Bay darf natürlich nicht fehlen, die 2,5 stündige Wanderung ist bei den Temperaturen gut zu machen. Schlussendlich ist es aber einfach ein schöner Strand der nur zu Fuss und Boot erreichbar ist, für Leute die selten in die Natur rausgehen muss es aber fantastisch sein! Der Nord-Osten der Insel bietet für den Motorradfahrer schöne Kurvenstrecken und sogar ein paar Pässe (Elephant's Pass, Mary's Pass). Sehr praktisch für die Rennstrecke, die Kurven sind immer angeschrieben mit der "Mindestgeschwindigkeit", x2 -10 ist meist ideal. Ueber Scottsdale komme ich nach Launceston wo ich in einem super Hostel gelandet bin, dem Arthouse. Gemütliche Athmosphäre, man kommt sofort in Kontakt. Treffe dort Steve aus London wieder (aus dem Backpacker in Hobart, Bett unter mir), zudem gibt es noch zwei Schweizer aus Interlaken (die sich nicht gekannt haben bis sie CH-Deutsch hörten). Die haben dann rausgefunden dass sie einander eigentlich kennen müssten, sind nebeneinander aufgewachsen, gleich alt, gleiche Schule, kannten dieselben Leute, etc.
Launceston scheint mir irgendwie viel sympathischer als Hobart obwohl hier das Trottoir auch etwas hochgeklappt wird abends wobei am
Australia Day verständlich denn die Aussie's sind dann alle bei Freunden und Familie in den Gärten bei Barbies (BBQ) und Bier. Dieser Grillduft ist allgegenwärtig, wie manchmal in der Schweiz auch, allerdings verwenden die keine oder eine andere Marinade - es riecht total anders. Oder es liegt daran, dass sie die ganzen Kühe draufschmeissen
Da alles zu ist entscheiden Steve und ich uns für's Kochen, also nix wie los in den Supermarkt (sollte man bekanntlich nie tun wenn man hungrig ist..., gut dass es immer genug hungrige Mäuler hat in so einem Backpacker). Wir schauen noch den Roger wie er leider ausscheidet aber das ganze Hostel hat mitgefiebert und "Hopp Schwiiz" skandiert (mir haben speziell die Chinesen gefallen dabei...). Am Morgen geht's dann zu BMW Launceston, es gibt hinten einen neuen Reifen und die vorderen Bremsklötze, die ich nun schon seit 20000km mitschleppe werden eingesetzt. Die Verschleissprognose von BMW ist wohl auf Vielbremser ausgelegt... Alles tipp topp da, die haben mir sogar die Koffer wieder so ausgebeult dass sie einwandfrei auf die Halterung passen. Der Typ aus Interlaken meinte es gäbe auch ein Grindelwald hier, nix wie hin! Da wohnen aber die Mehr-Besseren! Eine Villa nach der anderen mit sehr viel Umschwung, die Häuser sehen aber auffällig aus wie Schweizer EFH. Zudem gibts einen Luxus Resort (the Swiss Village), mit Dorfkirche. Wobei ich lieber in Rita + Edi's B+B absteigen würde. "Grüezi mir sind Schwiizer, chömed ine!" steht da an der Tür
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Den Tasmanischen Devil habe ich in der Wildnis leider nie angetroffen, er ist auch schon fast ausgestorben (90%), die Tiere leiden an einem furchtbaren Gesichtskrebs, der die ganze Population dahinrafft. Fast einzige Hoffnung sind die gesunden Tiere in den Parks die dann ev. wieder einmal ausgesetzt werden können. Also ab in so einen Tierpark, hier sind ja viele oder fast alle Tiere für uns sehr exotisch. Der Wombat z.B. - so ein gemütlicher Knuddel, der EMU guckt etwas kritisch - hingegen ist das Känguruh ziemlich unverkrampft heute. Launceston liegt am Ausfluss des Tamar River, dieser ist nach der Stadt teilweise halb so breit wie der Zürichsee
und hat Ebbe und Flut da das Gefälle so niedrig ist. An der engsten Stelle bei George Town beobachte ich dass die Wassermassen mindestens im Tempo der Aare an der schnellsten Stelle flussaufwärts fliessen. Da sieht man rechts das Meer und von dort kommt das Wasser und fliesst ins Landesinnere! Am letzten Tag fräse ich noch eine kurvige Runde und bin dann am Abend rechtzeitig wieder in Devonport für die Fähre. Dort treffe ich auf 2 Endurofahrer die mir auf der Insel schon mal begegnet sind, wir verbringen einen gemütlichen Abend zusammen. Uebrigens hier in Australien ist nichts davon zu spüren dass man BMW Fahrer eher meidet wie teilweise in Europa - ganz im Gegenteil, alle sind begeistert und top informiert, machen komplimente zur Wahl des Bikes und hätten am Liebsten auch ne BMW (inkl. den Harley Riders!).
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